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DE0005773303 577330 -   € -   €
 
 
 

Fraport dementiert Kooperationsgespräche mit der Flughafen Frankfurt-Hahn GmbH


27.06.2011
aktiencheck.de

Frankfurt am Main (aktiencheck.de AG) - Der Flughafenbetreiber Fraport AG (ISIN DE0005773303 / WKN 577330) hat am Montag aktuelle Medienberichte über Kooperationsgespräche mit der Flughafen Frankfurt-Hahn GmbH dementiert.

"Es gibt keine Gespräche mit der Flughafen Frankfurt-Hahn GmbH über eine mögliche Kooperation bei der Frachtabwicklung." Mit diesen Worten dementierte ein Sprecher der Betreibergesellschaft des Flughafens Frankfurt am Sonntag eine anderslautende Meldung, wonach der gesamte Vorstand der Fraport AG im Gespräch mit dem Flughafen Hahn Kooperationsmöglichkeiten ausgelotet habe.

Wie aus der Pressemitteilung des Konzerns weiter hervorgeht, drehte sich der Austausch, der vor Monaten stattgefunden habe, um allgemeine Branchentrends und um die zurückliegende gesellschaftsrechtliche Verbindung.


Das "Handelsblatt" berichtet in seiner Montagausgabe, dass es bei einem ersten Gespräch zwischen dem Vorstand von Fraport und Jörg Schumacher, dem Sprecher der Geschäftsführung der Flughafen Frankfurt-Hahn GmbH, unter anderem um das Thema Luftfracht gegangen sei. Schumacher bestätigte die Kontaktaufnahme gegenüber der Wirtschaftszeitung. "Es hat ein Treffen mit dem gesamten Vorstand von Fraport gegeben. Es war eine Annäherung, bei der es grundsätzlich um die Möglichkeiten einer Kooperation ging", zitiert die Zeitung den Flughafen-Chef. Auch Fraport bestätigte ein Treffen. Dabei sei aber nur über zurückliegende Kooperationen gesprochen worden.

Anfang kommenden Jahres wird das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig darüber befinden, ob künftig zwischen 23 Uhr und fünf Uhr am Morgen in Frankfurt ein absolutes Flugverbot herrschen wird. Es war den Anwohnern im Gegenzug zum Bau der vierten Bahn in Frankfurt versprochen worden. Im Nachhinein war dann allerdings nur noch von einer Reduzierung der Nachtflüge um mehr als 50 Prozent auf 17 in 24 Stunden die Rede. Dagegen hatten anliegende Kommunen geklagt.

Sollte tatsächlich ein komplettes Flugverbot zwischen 23 und fünf Uhr morgens verhängt werden, müssen Alternativen her. Eine wäre der Flughafen in Hahn. Dort darf rund um die Uhr geflogen werden. "Es wäre durchaus möglich, einen Teil der Fracht nach Hahn zu verlagern. Man muss dazu keinen neuen Lagerraum, keine neuen Warehouses bauen. Die können in Frankfurt bleiben, man entscheidet dort, was in Frankfurt und was in Hahn an Bord geht", sagte Flughafen-Chef Schumacher dem "Handelsblatt".

Die Aktie von Fraport notiert aktuell mit einem Minus von 0,02 Prozent bei 54,21 Euro. (27.06.2011/ac/n/d)



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